23.
Oktober 2009
Stars gegen
Aids
Es ist erschreckend, dass heute so wenig
über die Gefahr von Aids gesprochen wird,
dass ein so ernstes Thema in den Hintergrund gerückt
ist. Ich will die Leute aufwecken.
Infos zum Welt-Aidstag am
01.12.2009 gibts unter: http://www.welt-aids-tag.de/
19. Oktober 2009
Zufriedener Saisonstart
Los geht's in die olympische Saison mit
einer anständigen 1.500 m Zeit von 1.59,88.
Ein gleichmäßiger Rundenverlauf, mit
dem ich sehr zufrieden sein kann, denn mein Innenbandabriss
behindert mich zusätzlich noch in der Startphase.
Somit gilt es wie schon im Vorjahr viele Einheiten
zusätzlich auf dem Rennrad zu absolvieren,
was in der kühlen Jahreszeit aber auch Folgen
haben kann: eine fiebrige Erkältung, die
meinen Saisoneinstieg um eine Woche verschob.
Wie gesagt bin ich nun auf dem Weg der Besserung
und nur noch zusätzlich motiviert durch die
Geburt meines kleinen Neffen OLA. Mein Bruder
Jan und seine Freundin Silje sind am 4. Oktober
2009 Eltern eines gesunden und wunderschönen
Jungens geworden. Meine ganze Familie ist überglücklich
und ich besinne mich dadurch auch auf die wirklich
wichtigen und wertvollen Dinge des Lebens.
Alles Liebe, Eure Anni
29. September 2009
Zuhause gelandet
Die Abschnitte der Erholungsphasen werden
merklich kürzer, hohe Intensitäten auf
dem Eis und nochmals viel Umfang gilt es in dieser
Phase der Vorbereitung zu absolvieren. Meine Beine
schmerzen noch vom letzten Camp in Berlin und
somit genieße ich umso mehr meine entspannten
Tage in Salzburg. Ich fühle mich konditionell
stark und liege gut im Plan, so dass ich in der
freien Zeit meiner neuen Leidenschaft, der Fliegerei
nachgehen kann. Wie treffend, dass ich in Berlin
sogar das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden
konnte ;-)
Wir haben uns aber auch als gute Fans gezeigt
und Fabian Hambüchen beim Gewinn der Champions
Trophy in Berlin lautstark angefeuert! Er hat
gezeigt wie es geht, und das wollen wir ihm gerne
nachmachen ;-)
Alles Liebe , Eure Anni
9. September 2009
Wind und mehr
Die Vorbereitung ist für alle Athleten sehr
individuell und wir haben uns dieses Jahr für
einen mehrwöchigen Inline- und Konditionsblock
in Sneek entschieden. Also keine Berge erklimmen
(was mir ja eigentlich viel lieber ist), sondern
die Nase in den Wind halten und auf Inlinern und
dem Rennrad viele Kilometer zurücklegen.
Denn auch das macht stark und härtet ab.
Selbst Regen kann uns nichts mehr anhaben, denn
die Inlinebahn in Sneek hat einen speziellen Belag,
der auch bei Nässe bestens befahrbar ist,
was vor allem den Trainer freut.
Meist war das Wetter aber sehr gut und vor allem
an unseren freien Tag, den wir auf Einladung von
Dirk de Boer mit Segeln auf dem Ijsselmeer verbrachten.
Selber Hand anlegen und segeln war angesagt auf
diesem historischen Fischerboot „ Blazer-Aak
WK1” und zum Glück ging niemand unfreiwillig
über Bord.
Gianni ist überaus zufrieden mit diesem wichtigen
Camp und somit haben wir einen weiteren Schritt
in Richtung Olympische Spiele Vancouver gemacht,
weiter so.
So long, nun noch ein paar Tage in den Bergen
verbringen bis es nach Berlin aufs Eis geht.
Servus, Eure Anni
7. August 2009
Berlin, Berlin
Eine sehr gute und eine wirklich olympiawürdige
Vorbereitung konnten wir in unserem Sommereiscamp
in Berlin umsetzen. Ein schönes Zwischenfazit,
oder. Nicht nur große Umfänge und schnelle
Runden standen auf dem Programm, sondern auch
neue Kufen wurden gestestet und nach Feintuning
für sehr gut befunden. Und nach einigen Jahren
mit Problemen hat Mizuno nun einen sehr guten,
ja beinahe genialen Rennanzug angefertigt: das
gibt mir ein sehr gutes Gefühl und viel Selbstvertrauen.
Und wenn ich mir und meinem Knie wieder mal zu
viel zumute, so helfen ein paar Tage Zwangspause
und viel Physiotherapie von Tim mir wieder auf
den rechten Pfad.
Aber bei all der Seriosität braucht der Athlet
auch ein wenig Entspannung und die finden wir
immer wieder in unserer Hostaria in Kreuzberg
… ein echter Insidertipp.
Diese Woche kann ich aber ein wenig in Salzburg
ausspannen, meinem neuen Hobby nachgehen und mich
ablenken, bevor Ids und mein großer Tag
ansteht. Wir werden in Salzburg heiraten! Jedoch
werden wir aber nicht als Eheleute auf seinem
Hof leben, wie fälschlicherweise berichtet,
sondern ich werde nach wie vor in Salzburg verbleiben
solange ich meinen Sport mache und vor allem in
dieser Olympiavorbereitung. Wenn alle Umbauarbeiten
und Renovierungen bei Ids abgeschlossen sind,
was aber noch sehr lange dauern kann, dann sehen
wir weiter, was unsere Zukunft uns bringt und
wo wir uns wohl fühlen.
Alles Liebe, Eure Anni
8. Juli 2009
Eiscamp Thialf
Das wahre Element ist für mich das Eis und
nach ein paar Tagen "Trockentraining"
mit Sonnenschein und Temperaturen jenseits der
30 °C auf dem Sportkomplex "Schuttersveld"
in Sneek war es auch endlich so weit. Die ersten
Runden und schnelle Kurven liefen perfekt und
ließen mich mein Problemknie beinahe vergessen.
Wie von den Ärzten vorausgesagt, ist die
Verletzung nach einem Jahr nun endlich ausgeheilt
und ich kann auch schon Sprints und Laufeinheiten
auf dem Land absolvieren. Dennoch bleibt das Eislaufen
für mich das Schönste, zumal ich auch
mit Ids meine Runden in Thialf ziehen kann. Er
verblüfft nicht nur mich, sondern auch alle
anderen mit seiner Technik und Kondition! Schade,
dass er nicht mehr aktiv ist, denn mit soviel
Potential und Talent könnte er auch jetzt
noch gute Zeiten laufen. Aber so hat er mehr Zeit
mich zu unterstützen oder auf andere Gedanken
zu bringen.
Und beinahe hätte ich es vergessen: ich freue
mich schon riesig auf mein Engagement in Münchens
Bewerbung für die Olympischen Winterspiele
2018. Mein erster Einsatz war auch schon die Pressekonferenz
anlässlich der Bekanntmachung der Unterstützung
seitens BMWs. Ein spannender und wichtiger Tag,
wenn ein solch renommiertes und weltbekanntes
Unternehmen seine Unterstützung zusagt!
Also more to come und nun noch ein wenig meine
Salzburger Berge genießen, bevor es nach
Berlin auf das Sommereise geht.
Servus Eure Anni.
19. Juni 2009
Höhencamp Kühtai
Wie schon im vorigen Jahr waren wir wieder gerngesehene
Gäste im 2.020 m hoch gelegenen Kühtai
und wurden von unseren Wirten familiär empfangen.
Wir residierten wieder im Alpinresort und fühlten
uns in den geräumigen Appartments wie die
Könige. Aber die folgenden zwei Wochen waren
auch voller hartem Ausdauertraining, wobei fast
800 km auf dem Rad abgestrampelt wurden oder wir
auf der Inlinebahn fleissig unsere Runden zogen.
Auch das Wetter war dieses Jahr perfekt und wir
mussten nur einmal eine Einheit zugunsten einer
spannenden Bergtour verschieben, wo Bart seine
Qualitäten im Rodeln medienwirksam zur Schau
stellte.
Video auf Youtube: Crash Speed Skater On Train Camp
Kühtai / Kuehtai
Ich fühle mich sehr wohl, meine Platzwunde
am Schienbein (Souvenir aus Cecina) ist gut verheilt
und auch mein Knie wird immer stabiler. Das gibt
mir sehr viel Zuversicht für diese olympische
Saison und motiviert mich für das nächste
Eiscamp.
Ein großes DANKESCHÖN unseren Wirten
für die sehr gute und leckere Bewirtung:
Buggi vom Dorfstadl, Bruno von der Zirmbachalm
und Hans von der schönen Aussicht.
Merci und Servus,
Eure Anni
6.
Mai 2009
Auftakt in Lanzarote
Die Taschen sind gepackt und im Auto verstaut,
Räder zerlegt und auch Jana ist startklar
in ihrem Hunde-Reisegeschirr. Das zweite Camp
mit dem ganzen Team in der Toskana steht an und
zwei Wochen viel Kondition auf den Inlinern, dem
Rennrad und auch mit Sprüngen zu machen,
ist unser aller Ziel.
Mein Auftakt war aber schon Ende April auf Lanzarote
im Club La Santa. Der Anfang ist immer schwer
und anstrengend, die Berge scheinen steiler, der
Wind bläst stärker als normal und der
Muskelkater ist auch beachtlich. Eben eine Gewöhnungssache.
Begleitet haben mich meine niederländischen
Jungs Bart, Daan und Arjen und natürlich
unser unmissbarer Physio Tim vom Medical Park
Felden (mit unserem ROOMSTER!). Es gilt nach wie
vor mein Knie zu beobachten und mich langsam an
die normalen Trainingsformen heranzuführen,
wie Sprünge oder Läufe. Darum ist die
Physiotherapie und die Genesung so wichtig und
mein Erfolg steht oder fällt mit dem Zustand
meines Knies.
Nun aber schnell ins Auto und ab in die sonnige
Toskana.
Liebe Grüße, Eure Anni (+ Jana)
27. März 2009
Happy End in Vancouver
Da ist mir doch noch ein glänzender Abschluss
gelungen nach einer etwas kuriosen Einzelstrecken-Weltmeisterschaft.
Über die 1.000 m nur vier Hundertstel am
Gold vorbeigeschlittert. Nach der Disqualifikation
von Kristina Groves den Sieg über die 1.500
m erlaufen - also ein Wechselbad der Gefühle!
Ich bin aber überglücklich und sehe
es immer noch als Geschenk, wieder in der Weltspitze
laufen zu dürfen. 7 Monate zuvor war meine
Welt eine andere und mein sportlicher Traum durch
die schwere Knieverletzung beinahe zerstört.
Es liegt eine harte Zeit hinter mir mit viel Arbeit,
Unsicherheit, Geduldsproben und Fleiß, die
mich viel gelehrt hat. Ich genieße den Normalzustand,
die Gesundheit und habe vielen Menschen zu danken,
die mich bei meinem Comeback unterstützten:
Doktor Smasal und Doktor Linke, alle meine Physiotherapeuten,
meine Familie und mein Partner Ids, meine Freunde,
meine Sponsoren, die zu mir gehalten haben, der
OSP Bayern und der Medical Park Felden, dem DOSB,
der die Wogen geglättet hat und natürlich
meinem Coach Gianni, der genauso gelitten hat
und ebenfalls eine spannende lehrreiche Zeit verlebte:
Allen ein ganz großes DANKESCHÖN!
Nun aber relaxen und Energie tanken,
Servus, Eure Anni
PS: Bin zwar kein großer Fan von Statistiken,
aber nun die erfolgreichste Athletin bei Einzelstreckenweltmeisterschaften
zu sein, hört sich ziemlich cool an.
12. März 2009
Good Bye Salt Lake
City, Hello Vancouver
Das WC Finale in Salt Lake City war ein voller
Erfolg: über die 1000m konnte ich mir in
einer schnellen Zeit als einzige Frau mit 1.13
den Sieg sichern und auch mein Bruder Jan hat
zur guten Stimmung beigetragen. Er konnte den
Skateoff für den 1500m WM Startplatz deutlich
für sich gewinnen und hat dabei fast eine
persönliche Bestzeit erlaufen!!!!! Somit
stimmt bei uns
beiden die Form und wir hoffen hier in Vancouver
eine spannende und erfolgreiche Einzelstrecken
WM zu absolvieren. Die Olympiastadt ist noch nicht
von dem bevorstehenden Großereignis gezeichnet
, aber unglaublich
schön und spannend. Das erste Mal unsere
olympische Sportstätte zu betreten war ein
besonderes Gefühl, denn die Eishalle in Richmond
ist nicht nur sehr schön gelegen und von
beeindruckender Architektur, sondern vor allem
die
gute Eisqualität und die Räumlichkeiten
lassen viel erwarten. Also geben wir Gas......
Liebe Grüße aus Vancouver, Anni
24. Februar 2009
Meisterschaftsrekord
und 18. Titel bei der Sprint DM
Mit einem sehr guten Gefühl
darf ich nun in die abschließenden Wettkämpfe
in Nordamerika gehen. Der Vier-Strecken Sieg und
neuer Meisterschaftsrekord bei der Sprint DM in
Berlin geben mir viel Auftrieb und Zuversicht.
Das Starten ist noch immer ein wenig unkoordiniert,
läuft aber von Mal zu Mal besser, wobei ein
großer Strauchler im zweiten 500m Rennen
meine Titelambitionen beinahe zunichte gemacht
haben. Wichtig ist, dass mein verletztes Knie
sich stabil hält und die kleine Auszeit bis
zu unserem Abflug nach Salt Lake City auch meinem
ganzen Körper gut tut. Nun nochmals ein wenig
Energie tanken, die letzten Stunden mit meiner
Familie und meinem Hund Jana in der verschneiten
Altstadt genießen, bevor ich zum letzen
Wettkampf aufbreche.
Drückt mir die Daumen,
Eure Anni
17. Februar 2009
Weltcup Heerenveen
In Thialf endlich wieder
laufen zu dürfen ist etwas ganz besonderes
für uns Eisschnellläufer. Und so auch
für mich. Viele Freunde, Bekannte und Sponsoren
waren zu diesem Weltcup nach Heerenveen gekommen
um mich anzufeuern und mein Bruder Jan war nach
seiner Krankheit wieder in der A-Gruppe zurück
und sicherte sich mit einem soliden Lauf über
die 1.500 m sein Ticket für Vancouver. :-)
Motivation auch für mich! Zwar fielen mir
die letzten Meter sehr schwer, aber es hat noch
zum Sieg gereicht und gibt mir nun eine super
Ausgangsposition für das Weltcup-Finale in
Salt Lake City. Das Knie hält sich gut und
nun nur nicht mehr krank werden!
DOEI Anni
4. Februar 2009
Weltcup Erfurt und
Kolomna
Absolut zurück und überglücklich,
so lautet mein Fazit auf die letzten Wochen zurückblickend.
Der Sprint-Weltcup in Kolomna lief auch schon
sehr gut mit einem Wimpernschlagfinale und einer
sehr schnellen 1.15er 1.000 m Zeit. Jedoch war
vor allem der Start noch sehr unkoordiniert und
unsicher. Das Vertrauen in mein Knie musste noch
wachsen und die Routine sich einstellen.
In Erfurt ging es zum ersten Mal über die
1.500 m an den Start und ich musste, wie so oft
in dieser Saison als Späteinsteigerin gleich
im ersten Paar ran. Mit Gleichmass und einer sehr
guten Technik ist mir eine fantastische Zeit gelungen,
die nun die nächsten 18 Läuferinnen
überstehen musste. Das waren sicher eine
der längsten 30 Minuten meines Lebens ;-)
und wurden mit dem Sieg belohnt! Welch eine Freude
und Erleichterung, denn auch mein Knie hat den
Belastungen gut Stand gehalten. Somit konnte ich
über die 1.000 m volles Risiko gehen und
auch am Start meine Contenance ablegen. Von den
3.000 Zuschauern angefeuert lief ich erneut fast
einen Bahnrekord und meinen 57. Weltcupsieg entgegen.
Ein Traum, nach dieser langen Zeit des Wartens
und des mühevollen Zurückarbeitens.
Link Video Sportschau ARD: http://sport.ard.de/sp/wintersport/news200902/01/eisschnelllauf.jsp
Nun darf ich mein Knie wieder ein paar Tage schonen
und therapieren, bevor ein Trainingsblock ansteht
und wir uns auf dem Weg nach Vancouver in Heerenveen
wiedersehen.
Eure Anni
20. Januar 2009
Sprint WM Moskau
Wieder einmal hat sich Russland als erfolgreiches
Land für mich bewiesen. Mein Wiedereinstieg
in der internationalen Weltelite bei den Sprintweltmeisterschaften
in Moskau war perfekt und ich durfte nach der
langen Zeit des Wartens und der Unsicherheit gleich
zweimal überglücklich auf das Podium
steigen und mir einen Bahnrekord sichern. Die
Starts waren sicher wacklig und alles andere als
souverän, jedoch hat mein Knie gehalten und
nur wenig reagiert. Ein befreiendes Gefühl
… für welches man nur schwer die richtigen
Worte finden kann.
Natürlich wurde gefeiert, aber mit Contenance,
denn schon dieses Wochenende geht es in Kolomna
weiter. Diesmal aber nur über meine Spezialdisziplin,
den 1.000 m in dieser neuen und superschnellen
Halle. Mal sehen, welche Zeiten möglich sind,
aber ich bin überglücklich einfach wieder
dabei zu sein!
Vielen Dank für´s Daumen drücken!
Eure Anni
11. Januar 2009
Das Jahr 2009!
Was wird es sportlich bringen? Definitiv wird
es eine spannende und mühsame Entwicklung
werden, wo ich sicherlich noch nicht an die Erfolge
der Vorjahre nahtlos anknüpfen kann.
Aber meine Form ist aufsteigend, wie die letzten
Wettkämpfe in Klobenstein mit 1.17 und in
Inzell mit 1.19 bei minus 15 °C mit ansprechenden
Zeiten zeigen. Was sie jedoch wirklich wert sind,
kann man nicht genau abschätzen. Der Vergleich
mit der Weltspitze fehlt einfach. Dennoch hält
mein verletztes Knie endlich, jedoch muss ich
an der Feinkoordination und vor allem an der Kraft
noch sehr viel arbeiten. Was wiederum zur Geduld
führt, einem eher schwachen Element in meinem
Charakter. Das Warten und seine Ziele verschieben
müssen ist nicht einfach und ich finde es
sehr schade, dass die Sprint WM in Moskau für
mich sicher noch zu früh kommt.
Aber ich bin endlich wieder bei großen Wettbewerben
und habe dies vielen Menschen zu verdanken: Vielen
Dank für Eure Unterstützung und dass
Ihr mich nicht aufgegeben habt, Dr. Smasal, Dr.
Linke und Dr. Zeilberger für die OP und ärztliche
Betreuung, meinem Partner Ids und meiner Familie,
den Freunden und lieben Bekannten, die nicht sauer
sind, wenn ich nur schwer erreichbar bin und mit
meinem Zeitmanagement gefeuert werden müsste,
meinen Partnern, die immer auf mich setzen, auch
wenn ich durch meine Knieverletzung schwere Monate
hinter mir habe und nun mit mir auf dem Weg nach
Vancouver noch mehr Gas geben wollen und auch
dem DOSB und dem OSP Bayern mit allen Betreuern
und Physiotherapeuten, die hinter mir stehen und
mich unterstützen.
Danke und auch Euch ein
SUPER JAHR 2009
Eure Anni
24. Dezember 2008
Erfolgreiches
Comeback
Die Allround-Deutschen-Meisterschaften und der
Qualifikationswettkampf in Berlin waren für
mich wie ein kleines vorzeitiges Weihnachtsgeschenk.
Die Zeiten waren ansprechend, jedoch muss ich
vor allem im Startbereich noch sehr viel aufzuholen.
Das verletzte Knie reagierte kaum und nun habe
ich wieder ein Stückchen Vertrauen zurück
gewonnen. Wo ich nun leistungsmäßig
stehe, kann ich leider nicht sagen, dafür
fehlt der Quervergleich. Sehr schade, denn die
Absageflut vieler Läuferinnern enttäuschte
nicht nur das Publikum und die Presse, sondern
auch den Verband und die verbliebenen Athletinnen,
die diesen Wettkampf ernst nehmen. Man sollte
die Wertigkeit nicht herabsetzten und über
eine Startpflicht nachdenken, ähnlich dem
niederländischen System. Athleten mit sehr
guten Vorleistungen bekommen einen geschützten
Status und müssen nur mehr einen Leistungsnachweis
bringen.
Nun stehen ein paar entspannte Tage mit der ganzen
Familie in Salzburg an und ich freue mich auf
ein besinnliches Weihnachtsfest und ein wenig
Ruhe, bis es am 28. Dezember nach Klobenstein
ins Weltmeisterschafts-Vorbereitungscamp geht.
Vielen Dank für alle Unterstützung,
das gute Zureden, die Betreuung und meine Familie
und meine Partner.
Frohe Weihnachten, Eure Anni
17. Dezember 2008
Vorsichtiger Wiedereinstieg
Nach einer sehr langen Pause, viel Ungeduld und
einigen Rückschlägen durfte ich nun
endlich mein erstes Testrennen absolvieren. Die
Wahl fiel auf die 1500 m, weil diese für
mein Knie noch die geringste Belastung darstellt.
Mit der Endzeit von 1.59,12 darf ich sehr zufrieden
sein, zumal ich noch sehr kontrolliert lief und
am Start alles andere als
schnellkräftig war.
Nun heißt es keine Fehler machen, weiterhin
auf meine Schwachstelle hören und wieder
in die Wettkampfroutine zurückfinden. Mal
sehen, ob ich mich bei der Sprint-Qualifikation
in Berlin nochmals steigern kann.
Liebe Grüße, Eure Anni
PS: Hier nicht zu vergessen coole Pics vom Skiopening
in Kühtai und auch ein kleines Video
dazu -> viel Spaß!
5. Dezember 2008
Klimacamp Lanzarote
Nur noch einmal aufs Rad steigen, die Sonne und
den Blick auf das Meer
geniessen und dann geht's zurück in den Winter.
Sicherlich ein großer
Klimaunterschied, doch ich freue mich wieder auf
meine geliebte
Umgebung, dem Eis zu stehen. Konditionell fühle
ich mich auch gut, nur
mein verletztes Knie muss Starts zulassen. Aber
ich bin zuversichtlich
und freue mich auf meinen Wiedereinstieg in die
Wettkämpfe.
Die vergangenen zwei Wochen im Club La Santa verliefen
sehr gut und ich
konnte mich auf dem Rennrad richtig ausbelasten,
ohne dass mein Knie
Schaden nimmt. In den Mittagsstunden versuchen
wir ein wenig
Sonnenbräune einzufangen und nachmittags
zur zweiten Einheit im flow der
anderen Leistungssportler (Leichtathleten, ...)
mitzugleiten :-) Und
wenn ein Training mal zu schwer war, so bringt
Tim Arnold, unser
Physiotherapeut vom Medical Park Chiemsee, wieder
alles ins Lot. Ich
liebe diese Camps zwischen den Weltcupblöcken
und in den vergangenen
Jahren waren diese immer mit Erfolg belohnt worden.
Hoffentlich auch
dieses Jahr!
Nur noch schnell die letzten Sonnenstrahlen einfangen,
dann geht's nach
Hause (aber mit einem coolen Zwischenstop in Kühtai
zum Skiopening!)
HOLA, eure Anni
14. November 2008
Heerenveen
Wieder ein Wochenende in meinem geliebten THIALF,
jedoch noch leider ohne Start. Ich fühle
mich konditionell sehr gut, trainiere hart und
nur mein Knie benötigt noch eine Erholungsphase.
Ich kann es kaum erwarten endlich wieder einen
Wettkampf zu bestreiten, aber die Devise lautet:
GEDULD haben und die verbleibende Zeit sinnvoll
nützen.
Gerne bin ich deshalb im Zuge meines Engagements
für die Aids Stiftung einer Einladung gefolgt,
zusammen mit den Schoolworkern der Berliner Aids
Hilfe einen Workshop für die achte Klasse
einer Berliner Oberschule
zu geben. Ein heikles und sehr wichtiges Thema
muss wieder den Menschen
und vor allem den Jugendlichen bewusst gemacht
werden: GEMEINSAM GEGEN AIDS.
Link:
http://www.welt-aids-tag.de/kampagne/news/index.php?sid=73ee257ffd5ed486aa67e44ead2d9613&#article17
Eure Anni
09. Oktober 20008
Eiszeit
Berlin und Inzell
Jetzt geht's los, naja
für mich noch nicht so ganz, aber ich bin
nun endlich wieder öfters auf dem Eis zu
sehen. Das Camp in Berlin verlief nicht ganz reibungslos,
denn ich habe mein Knie mal wieder überfordert
und musste im Training reduzieren und die meisten
Einheiten auf meinem Bike absolvieren. Vielen
Dank deshalb an Thomas Zoellner, der sich sofort
um mich und Anton Hahn ( jaja, auch ein “Kniekollege”)
kümmerte und uns bestens betreute.
Nun ist der goldene Oktober in Inzell eingezogen
und ich darf wieder meine Runden auf dem Eis ziehen.
Neben all den anderen europäischen Topteams
macht es auch wieder Spaß und ich bin sehr
zufrieden über den Status Quo. Diese Zeit
des Jahres ist magisch, wenn die Wälder ihr
Herbstkleid anlegen und sich in gold-roten Farbtönen
zeigen. Live könnt Ihr Euch davon überzeugen
auf dem kurzen Bericht des NOS http://player.nos.nl/index.php/media/play/tcmid/tcm:5-426969/
Nun heißt es wieder Taschen packen und fertig
machen für die nächste Station in Erfurt,
wo für mich die ersten schnellen Einheiten
auf dem Plan stehen,
C U, Eure Anni
29. August 2008
Zurück im
Team
Wie schön ist es wieder
echten Muskelkater zu verspüren. Kein unangenehmes
Zwicken im Knie, sondern gute Belastungen auf
dem Rad, im Kraftraum und auch im Kurvenseil bringen
mich jeden Tag ein Stück zur alten Form zurück.
Zum zweiten Mal in diesem Jahr haben wir unser
Camp in der Sportschule der Bundespolizei in Bad
Endorf aufgeschlagen und profitieren hier von
den perfekten Trainingsmöglichkeiten.
Hier treffe ich auch auf
liebe Bekannte (Barbara Niedernhuber, …)
und endlich kann ich wieder mit meiner Gruppe
unterwegs sein und mich in dem gewohnten Sportleralltag
wieder eingegliedert fühlen. Ein schweres
Trainingslager mit kaum Freizeit, welches mich
wieder nach vorne bringt. Nicht nur ich mache
große Entwicklungen, sondern auch Anton
hat nach seiner OP große Fortschritte gemacht
und ist zur Freude aller wieder fit wie immer
:-)
Nächste Woche geht
es dann auch endlich aufs Eis in Berlin –
und die Vorfreude ist riesig!
Bedankt aan het team van
Fysio-Actief Sneek (Thea, Edwin, Ronnie) und einen
großes Dankeschön auch an Tim und Paul
für die super Physiotherapie und jedes “Bootcamp”
zum Warmup!!!
Eure Anni
27.
Juli 2008
In kleinen Schritten
zurück ...
Wie gerne würde ich jetzt auch mit
meinem Team in Berlin die Schlittschuhe schnüren
und schnelle Runden über das Eis ziehen …
ach ja!
Aber ich muss meine Ziele im Moment noch anders
setzen und mich in Geduld üben. Die kleinen
Erfolge sind zur Zeit ohne Krücken ein paar
Meter vorwärts zu kommen – laufen wäre
zu viel gesagt! Doch nur so geht es das Knie zu
schonen und sanft wieder aufzubauen. Mit Aquajogging,
Radfahren auf dem Ergometer und Isokinetik halte
ich meine Ausdauer auf
gutem Niveau und versuche meinen Muskelverlust
im operierten Bein in
Grenzen zu halten.
Zum Glück habe ich ein Super - Team das mich
unterstützt. Ebenfalls in der Saison 2002/2003
hatte ich, nach einer Reha im Medical Park Chiemsee,
mit drei Weltmeister-Titeln eine wahnsinnig erfolgreiche
Saison gelaufen. Das gibt mir Zuversicht und lässt
mich das Bild vom Bein kurz nach der Operation
schnell vergessen.
Servus Eure Anni
4. Juni 2008
Rote Krücken
statt Eiskontakt.
Eine unbedachte Bewegung, ein angeschlagenes
Knie und schon war es passiert. Das ärgerlichste
für eine Athletin: eine Verletzung mit längerer
Genesungsphase.
Die Entscheidung zu operieren war leider unumgänglich
und bei meinen erfahrenen Ärzten, die mich
von klein auf betreuen, fühlte ich mich in
guten Händen. Dr. Volker Smasal und Dr. Linke
haben die OP durchgeführt. Schon nach einem
dreitägigen Krankenhaus-Aufenthalt durfte
ich wieder nach Hause und werde nun in Salzburg
physiotherapeutisch betreut. Wenn meine Kollegen
nun aufs Eis gehen, so übe ich mich an meinen
roten Krücken und werde auch in eine mehrwöchige,
stationäre Reha gehen (sozusagen als alternatives
Trainingslager). Wenn alles sehr gut verläuft,
dann bin ich ab Mitte August wieder mit meinem
Team on the road.
Solche Rückschläge kenne ich leider
schon und weiss damit umzugehen. Deshalb mache
ich mir keine Sorgen, denn ich weiß um meine
Professionalität und mein Durchhaltevermögen.
Möglicherweise mag der Saisoneinstieg etwas
verspätet sein, jedoch zu den Saisonhöhepunkten
möchte ich meine Titel verteidigen und um
die Medallien laufen.
Vielen Dank schon jetzt für alle lieben Genesungswünsche,
Karten, Mails, SMS, Blumen, … und special
thanks Dr. Smasal und Dr. Linke für die supergute
medizinische Betreuung, dem OSP Bayern für
die Koordination, meinen Physios Thomas, Rudi
und Manfred, der Firma Streifeneder für die
schicken Schienen und Krücken, meiner Familie
und meinen Partner und allen meinen Freunden und
meinem Team für all den Rückhalt!
Merci Anni
25. Juni 2008
Camp Höhe Kühtai
Mein Juni steht immer im Zeichen eines
Höhentrainingslagers, also anstrengendes
Training unter noch erschwerteren Bedingungen.
Und nach vielen Jahren Livigno war es Zeit für
einen Ortswechsel. Kühtai liegt optimal auf
2.020 m Höhe und bietet alles, was ein Eisschnelllaufherz
begehrt: Radstrecken nach Belieben, Fitnessräume,
eine Finnenbahn, flache Laufstrecken um den Stausee
und steile Hänge gibt es auch zur Genüge
:-) So wurde trotz der manchmal kalten Temperaturen
voller Motivation ein riesen Pensum an Training
absolviert, wobei auch der Spaß nie zu kurz
kam.
Der Tourismusverband Kühtai hat uns bestens
untergebracht im wunderschönen und neu adaptierten
Alpinresort. Und ebenso herzlich wurden wir von
unseren Gastwirten des Dorfstadls und der "schönen
Aussicht" Willkommen geheißen, die
für unser leibliches Wohl sorgten und uns
nach harten Einheiten wieder aufmunterten. Ein
Paradies der
alpenländischen Küche!
Jedoch bin ich besonders glücklich mit der
neuen Kooperation mit dem Tourismusverband Kühtais,
welche während der Fußball EM in Innsbruck
bekannt gegeben wurde, was zum einen natürlich
ein super Ambiente darstellte und mein ganzes
Team nun komplett vom Fußballfieber ergriffen
wurde (Fanmeile und "Völkerverständigung").
Nun hat sich unsere Gruppe wieder in alle Winde
zerstreut und in einer kurzen, ruhigen Phase kehrt
ein wenig Alltag bei uns ein. Dennoch freu ich
mich schon auf den ersten Eiskontakt in Berlin
und vielleicht sogar in Thialf ;-) wenn ich das
Nützliche mit dem Angenehmen verbinde!
Servus aus den Bergen, Eure Anni.
12. Mai 2008
Camp Cecina
Mit der Sonne im Rücken fällt
das Training leichter und so begannen wir mit
unserem ersten Camp in Cecina, Toskana. Die Basiskondition
muss auch erst wieder aufgebaut werden und nach
Sprüngen und Krafteinheiten plagt auch mich
ein unangenehmer Muskelkater. Da war unser Hotelpool
in der Freizeit der geliebte Meetingpoint zum
Entspannen und Energie tanken.
Ein paar neue Gesichter, junge Talente aus den
Niederlanden, haben sich uns angeschlossen und
die Gruppe mit ihrem Ehrgeiz und ihrer Unverbrauchtheit
aufgefrischt! Ich hoffe, dass sie sich weiter
entwickeln können und im Winter für
einige Überraschungen gut sein werden.
Zu den weiteren deutschen Athleten kann man leider
noch nichts genaues sagen, nur dass man mit dem
Verband im Dialog steht. Ich hoffe, dass
man eine gütliche und für die Athleten
förderliche Entscheidung treffen wird.
Zu Hause
in Salzburg ist nun auch wieder viel zu tun: Weiteres
Training, Umzugsvorbereitungen meiner Mutter nach
Salzburg, Fotoshootings im Glamouroutfit und auch
die neue Kollektion
Dextro Energy Edition
by ASICS wird beworben. Hier habt Ihr
die Möglichkeit Euch mit “meinem Outfit”
auszustatten und gleich wie unser Team auszusehen
www.dextro-energy-shop.de/Shop
Ciao, Eure Anni
22. April 2008
Der "Winterschlaf" ist vorbei, so nenne
ich gerne meine Ruhepause nach der Saison , und
die ersten Trainingseinheiten sind absolviert.
Keine Wehmut mit den Blick auf die zurückliegenden
entspannten Wochen, sondern eine Vorfreude auf
die ersten Camps, neue Leute und eine neue Saison,
die mich erneut anspornt. Die süße
trainingsfreie Zeit habe ich überwiegend
mit Ids verbracht, von Skifahren, und Boarden
mit Heliskiing im schönen Kühtai in
Tirol (->
Pics
und
movie
), chillen in Salzburg über klassischen Urlaub
auf dem Bauernhof. Genug Zeit zum Erholen und
auch einige Termine für meine Partner wahrzunehmen.
Los geht's nun aber offiziell in wenigen Tagen
in Cecina (Toskana) mit einem Rad-Konditionscamp
und auch mit mehr infos und pics auf unserem teamweblog.
Servus, Eure Anni
Nicht zu vergessen: Thanks to Kühtai, K2
und pics by Astrid Schmidhuber
17.
März 2008
Doppelweltmeisterin
bei der Einzelstrecken WM Nagano
Der Abschluss meiner Saison hätte nicht besser
und erfolgreicher sein können und Nagano
hat sich wieder mal als “gutes Pflaster³
für mit herausgestellt. Mit den Sieg über
1.500 m in Bahnrekordzeit war der perfekte Einstieg
für diese Titelkämpfe gemacht. Zwei
Tage Erholung und die Jagd nach dem 1.000 m Titel
war eröffnet. Die lange Saison und das anspruchsvolle
Eis von Nagano zeigte nun bei allen Athleten ihre
Spuren. Doch ich blieb meiner Spezialdisziplin
treu und siegte auch hier mit neuem Bahnrekord.
Zehn Jahre nach meinem ersten WM Titel (1998 über
1.500 m in Calgary) und nach vielen erfolgreichen
Wettkämpfen gelte ich nun auch als die erfolgreichste
Athletin bei Einzelstreckenweltmeisterschaften
;-) sounds good to me!
Das Bankett und die Afterparty waren dementsprechend
ausgelassen und ich feierte mit meinem Team in
unserem Stil im Nachtleben Naganos. ;-) Der Wehrmutstropfen
war der erwartete Rücktritt meines Trainingspartners
Risto Rosendahl, der es an diesem Abend offiziell
kund tat. Ich habe ihm viel zu verdanken und alle
Camps und Wettkämpfe mit ihm genossen. Ich
werde ihn sicherlich vermissen, freue mich aber
für meine Schwester Agnes, die mit ihm in
Tampere lebt und nun mehr Zeit mit ihm verbringen
kann!!
Kittos Risto und bis bald, Eure Anni
25. Februar 2008
Weltcup-Finale
Heerenveen
Was für ein wunderbarer Tag, um eine sehr
erfolgreiche Weltcupsaison zu beenden. Die Vorzeichen
waren leider nicht so gut. Zur Wochenmitte hatte
ich mich beim Radfahren verkühlt (wohlgemerkt
draussen bei Sonnenschein und 15 °C, habe
aber den bösen, kalten friesischen Wind unterschätzt!)
und mir eine Nieren-, bzw. Blasenentzündung
eingefangen. Zum Glück konnte diese schnell
behandelt werden und so war ein Start zumindest
über die 1.000 m möglich. Ich habe es
meiner momentanen Topform und auch dem euphorischen
Fans zu verdanken, dass ich trotz Handicaps mit
einem souveränen Vorsprung gewinnen konnte
und auch nur knapp meinen eigenen Bahnrekord verfehlte.
Zum 7. Mal durfte ich mit einem Gesamt-Weltcupsieg
über eine Einzeldistanz nach Hause gehen
und das gibt mir viel Zuversicht für die
anstehende Einzelstrecken-Weltmeisterschaft in
Nagano. Eine anspruchsvolle und beeindruckende
Bahn, auf der ich schon viele Medallien sammeln
konnte. Viele schöne Erinnerungen an große
Sportmomente von Ids und mir ;-)
DOEI und SERVUS in Nagano
18. Februar 2008
Sprint Weltcup
Inzell
Wenn ich ein perfektes Wochenende definieren müsste,
so würde es auf den Weltcup Inzell passen.
Eine traumhafte Winterkulisse mit Sonnenschein
pur, eine Bahn, die ich wie keine andere kenne,
sehr gute Form und viele liebe Freunde!
Unter den Augen von vielen Fans konnte ich einen
Doppelsieg über die 1.000 m erringen und
mir so auf diesem Wege den vorzeitigen Gesamtweltcupsieg
sichern ;-) das hätte kaum besser laufen
können. Vor allem die lieben Freunde und
Bekannten, welche mich den ganzen Winter nur am
TV verfolgen, konnten einmal wieder live dabei
sein und mir viel Rückenwind geben! Nun gilt
es noch zwei Wochenenden durchzuhalten und dann
bei der Einzelstrecken WM in Nagano die Jagd nach
Medallien und Titeln zu eröffnen.
Auch der Organisation in Inzell und allen freiwilligen
Helfern sei gedankt, dass sie diesen Event perfekt
geplant und mitgetragen haben (Videoleinwand,
leckere Verpflegung, Shuttleservice, tolle Moderation,
schnelles Eis, ...)
Vielen Dank für dieses schöne Wochenende
und vielleicht war dies nun der letzte passende
Schritt zur Festigung einer Eisschnelllaufhalle
im traditionsreichen Inzell.
Servus, Eure ANNI
15. Februar 2008
Noch einmal schlafen und der Sprint Weltcup auf
"meiner Hausbahn" gibt sich die Ehre.
Ich freue mich als ein “Kind der Freiluftbahn”
auf einen sehr gut besetzten Wettkampf mit fabelhaften
Wetter und auch auf viele meiner Freunde und Bekannte,
die mich einmal wieder live sehen wollen. Das
ist sicherlich ein weiterer Ansporn für meine
1000m Rennen, wo ich versuche meinen Vorsprung
in der Weltcupführung noch weiter auszubauen.
Drückt mir fest die Daumen und bis in Inzell,
Eure Anni
30. Januar 2008
Zurück zur
Form,
Eine kleine Ruhepause sei mir nun gegönnt
und ich geniese mit Jana (meinem Hund) das strahlende
Wetter zu Hause in Salzburg. Mein 52. Weltcupsieg
über die 1000m im norwegischen Hamar liegt
nur einige Tage hinter mir und bedeutet mir sehr
viel. Nicht nur der Bahnrekord und zugleich "Flachland"
Weltrekord, sondern vielmehr die wiedererlangte
Gesundheit und Stärke. Ein kurzes Wiedersehen
mit meiner Schwester Agnes und vielen Freunden
brachten des weiteren wieder Spaß in meinen
Sportleralltag ;-)
Bis bald in Baselga di Pine, Eure Anni
25. Januar 2008
Weltcup
Hamar Vorbericht
Nun bin ich schon wieder in Hamar zur nächsten
Weltcup Station und "sorry" für
die lange Pause ohne Berichte oder Updates.
Meine letzten Wochen waren aufregend und spannend.
Eine Aufholjagd in Sachen Gesundheit und Form
begann mit dem Camp in Klobenstein. Traumhaftes
Wetter erleichterte mir den Wiedereinstieg ins
Training und tat auch der Seele gut. Es war wichtig
vorsichtig aufzubauen und nur leichte Belastungen
auf dem Eis zu laufen.
Der Countdown hat begonnen und die Taschen zur
Sprintweltmeisterschaft waren gepackt. Aber wo
stehe ich? Über fünf Wochen keine Wettkämpfe
gelaufen.
Ein ausverkauftes Thialf wartete auf uns und allen
Fans sei für diese einmalige Stimmung gedankt!
Gänsehaut von Anfang an! Meine 500 m waren
solide, aber die Beschleunigung kam nicht. Dafür
liefen die 1.000 m überraschender Weise sehr
gut. Dennoch reichte es nicht zur Titelverteidigung,
aber ich kann mir nichts vorwerfen. Das ganze
Wochenende war höchst spannend, begonnen
mit dem Verlust von Beixing Wangs Schlittschuhen,
Stürzen von Medaillenkandidaten, Ausfall
von Favoriten und Wimpernschlagfinalen. Sport
ist eben unberechenbar und spannend!
Jetzt in Norwegen angelangt muss ich mit meinen
Kräften noch immer haushalten und auch die
Saison ist noch lang. Somit begründet sich
auch mein Verzicht auf die 1.500 m. Das ist mir
sicher nicht leicht gefallen, aber in Absprache
mit Gianni zählt nichts zu forcieren, sondern
erst wieder richtig fit werden. ;-)
Alles Liebe, Eure Anni
02. Jänner 2008
Kein Start bei der
Sprint-DM in Inzell
Tja, ein guter Start ins neue Jahr sieht definitiv
anders aus. Eine kleine Infektion am Oberschenkel,
durch einen Stich hervorgerufen, hat sich rasend
schnell vergrößert und um nun das Schlimmste
zu verhindern wird eine Antibiotika Kur eingeleitet
:-(
Somit keine Deutschen Meisterschaften
in Inzell, obwohl ich mich in ausgezeichneter
Form befinde..... Ich kann nun nur hoffen, dass
die Medikamente schnell ansprechen und meine Vorbereitung
auf die Sprint WM nicht nachhaltig gestört
werden.
Vielen Dank an Dr. Sichtermann und Dr. Zeilberger
für die schneller Hilfe,
Eure Anni
21. Dezember 2007
Doppelerfolg beim
Weltcup in Erfurt
Gerade sitze ich auf unserer
Terrasse und sehe über das Meer hinaus. Es
ist 24 °C warm, die Sonne scheint und ich
fühle Entspannung und Zufriedenheit. Ich
befinde mich auf Lanzarote, einer schier anderen
Welt. Weit weg von Eishallen, Schlittschuhen und
engen Rennanzügen.
Es geht mir gut und ich
kann äußerst glücklich auf den
ersten Saisonblock zurückblicken, zuletzt
mit einem Doppelerfolg in Erfurt und den Weltcupsiegen
Nummer 50 und 51. Das gibt mir Zuversicht für
meine Titelverteidigung im Sprint, jedoch sind
sicherlich noch große technische Reserven
im Start aufzuarbeiten. Meine Rundenzeiten sind
mitunter die schnellsten der Welt, aber bis ich
in Schwung komme, dauert es zu lange! Mein Herz
ist doch noch unübersehbar eine Allrounderin
;-)
Nun aber schnell wieder
umziehen, auf das Rennrad steigen und das angenehme
Klima der Kanaren genießen. Niemand ruht
lange und das Ende des ersten
Blocks läutet den Beginn des Folgenden ein.
Bald mehr aus Lanzarote,
Eure Anni
12. Dezember 2007
Weltcups in Heerenveen
und Kolomna
Mit einem Doppelsieg in Thialf und dem Weltcupsieg
über 1.500 m in Kolomna kann ich sehr zufrieden
und glücklich auf die vergangenen zwei Wochen
zurückblicken. Zwei spannende und beeindruckende
Stationen, wie sie doch verschiedener nicht sein
konnten.
Der spontane Umzug vom Weltcuport Moskau nach
Kolomna mit seiner neuen Eisbahn war keineswegs
ein Nachteil. Die Bahn und die ganze ultraneue
Sportanlage überzeugten durch perfekte Organisation
und einem sehr schnellen Eis. Und man darf auch
die Stimmung der Zuschauer in der Halle nicht
vergessen, wo ich mich doch irgendwie durch meine
polnischen Wurzeln sehr, sehr wohl gefühlt
habe. Zwar war die Anreise beschwerlich und lange,
aber mit einem Weltcupsieg und einem neuen Bahnrekord
im Gepäck reist es sich leichter ;-)
Der dreitägige Weltcup in Heerenveen war
dann die nächste Herausforderung. Meine Platzierung
über 500 m war mit dem 5. Platz sehr gut,
aber ich darf auf meine Sprintkonkurrentinnen
nicht zu viel an Boden verlieren und muß
noch an Details beim Start feilen. Samstag und
Sonntag verlief wiederum überragend gut und
ich durfte vor 12.000 Zuschauern gleich zweimal
auf das Siegerpodest klettern ;-). Ein neuer Bahnrekord
über die 1.000 m und meine Weltcuperfolge
nun mit der stolzen Zahl von ³49² geben
mir ein gutes Gefühl und viel Vorfreude auf
die letzte Station des 1. Weltcupblock in Erfurt.
Bedankt aan het publiek van THIALF
23. November
Erste Weltcups
in Nordamerika
Ja, ich bin wieder zu Hause angekommen und meine
aktuellen, nicht charmanten Begleiter nennen sich
JETLAG und WÄSCHEBERG!
Aber diese Phase machen im Moment fast alle Athleten
durch :-) Ich genieße nun ein paar Tage
Entspannung zu Hause in Salzburg, die gute Luft
der Freiluftbahn von Inzell und auch die schon
vorweihnachtliche Atmosphäre mit Schnee und
Kälte.
Calgary ist für mich immer sehr speziell,
denn hier habe ich nicht nur meinen ersten WM
Titel errungen ( bei den Junioren 1996 und bei
den Senioren über 1500m mit Weltrekord 1998
), sondern auch viele Freunde. Meine freie Zeit
verbrachte ich meist in der Gesellschaft von Tonny
Knoll mit ihrer Familie und muss sagen, dass sie
mir sehr viel Energie gegeben haben.
Gesund und mit viel Selbstvertrauen kann ich nun
in die Europäischen Weltcups einsteigen,
denn mit dem Calgary Wochenende und zwei weiteren
Deutschen Rekorden über 1500m und 1000m und
zwei Weltcupsiegen steigt die Formkurve sichtlich
an. Innerhalb von einer Stunde ging es für
mich dann am Finaltag zum zweiten Start, dem Teampursuit.
Vor allem dieser Wettbewerb mit Daniela und Claudia
war schon sehr bewegend, denn ohne Training konnten
wir in einem absolut harmonischen Lauf beinah
unseren eigenen Weltrekord verbessern!
Was Frauen im "Herbst Ihrer Karriere"
noch so alles leisten können.... Fortsetzung
folgt!
C U und DOEI in Thialf und Moskau (oder Kolomna?),
Eure Anni
16. November 2007
Weltcup Salt Lake
City
Die große Unsicherheit kann der Gelassenheit
weichen und ich darf sehr zufrieden auf das vergangene
Wochenende von Salt Lake City zurückblicken.
Zwei Starts mit jeweils zweiten Plätzen und
einem neuen Deutschen Rekord waren ein gelungener
Saisonauftakt.
Leider musste ich dort noch auf die 1500m verzichten,
um keine gesundheitlichen Risiken einzugehen.
Hier in Calgary fühle ich mich schon viel
besser und gehe deshalb auch über die 500m
an den Start, um vor allem noch an meiner "Sprintfähigkeit"
zu arbeiten. Die Runden kommen schnell und technisch
bin ich sehr zufrieden, aber vor allem die Startphase
ist noch ungeübt und steif. Übrigens
teile ich und meine Teamkolleginnen nicht die
Meinung einiger deutschen Journalisten, dass wir
unserem Alter Tribut zollen mussten.
Die Sieger in den verschiedenen Rennen waren keine
Teenager, sondern routinierte Athleten mit einem
Alter oft über 30 Jahre ( Jeremy Wotherspoon,
Erben Wennemars, Chiara Simionato,...). Die Saison
ist noch jung und die großen Titelkämpfe
finden erst im neuen Jahr statt, so dass ein gleichmäßiger
Formaufbau eher erwünscht ist, als eine Frühform?!
Ich freue mich jedenfalls auf die folgenden Events,
viele spannende Rennen, möglichen Rekorden
und auch die Freude und Zufriedenheit über
vierte oder zweite Plätze unsererseits, die
vielleicht in anderen Sportarten eher hochgejubelt
und geschätzt werden als im Eisschnelllaufen.
Drückt mir die Daumen,
Eure Anni
Für Live Ergebnisse klickt durch auf: www.isuresults.eu/2007-2008/worldcup/calgary
09.
November 2007
Weltcupauftakt
Salt Lake City
Nun geht es endlich los und ich freue mich riesig
auf diesen Weltcupauftakt.
Nach der auskurierten Erkältung ist es kein
unsicheres, aber doch ein spannendes Gefühl
in die richtige neue Saison zu starten. Normalerweise
habe ich zu diesem Zeitpunkt schon etwa zehn Starts
in Testrennen hinter
mir und einen Indikator der Form. Aber man kann
nicht alles planen und die Gesundheit geht oft
ihre eigenen Wege.
Jedenfalls waren die letzten Tage wunderbar und
ich habe auch die Zeit mit meinem Team und meinem
Bruder Jan genossen. Den Jetlag überwunden
und sich an das superschnelle Eis von Salt Lake
City gewöhnt. Mal sehen, ob jeder von uns
seine Erwartungen erfüllen kann,
Liebe Grüße aus SLC, Eure Anni
30.
Oktober 2007
Husten,
Schnupfen, Heiserkeit
Kein gutes Timing zum offiziellen Saisonauftakt
in Erfurt. Leider ging ich nur einmal über
die 500 m mit einem soliden und schönen,
aber noch nicht unbedingt schnellen Lauf an den
Start. Leichte Halsschmerzen entwickelten sich
zu einer Erkältung :-( und somit war mein
Wochenende gelaufen. Die folgenden Tage musste
ich auf die weiteren Distanzen verzichten, was
für einen Athleten eines der unangenehmsten
Dinge ist, wenn er bei Events nur zusehen kann.
Auch Agnes hatte ein schwarzes Wochenende, wo
gar nichts lief. Deshalb war Anton¹s Titel
über die 500 m und Jan¹s dritter Platz
über die 1.000 m ein schönes Trostpflaster,
womit sich beide auch die Tickets zu den Weltcups
in Nordamerika sicherten. Ich hoffe, bis in knapp
zwei Wochen wieder fit zu sein und werde Euch
auf dem Laufenden halten.
Eure Anni
15. Oktober 2007
Goldener Oktober
Langsam wird es ernst: Noch
ein paar harte Trainingstage sind durchzustehen,
bevor mein Körper sich erholen kann und die
Müdigkeit der vergangenen Wochen einer Form
weichen wird, oder soll oder muss?! HAHA
Ich fühle mich jedenfalls
wohl in meiner Haut und auch der erste Testwettkampf
war gut. Zwar war von meiner Sprintfähigkeit
wenig zu sehen, aber die 1.500 m liefen sehr gleichmäßig
und in perfekter Technik. Meine Schwester Agnes
ist leider am Knie verletzt und muss pausieren,
dafür sind aber meine Jungs super schnell
unterwegs und liefen schon feine Zeiten. Ein paar
Pflichttermine für unser Team stehen noch
an, bevor Risto als erster in die Qualifikationsrennen
muss. Gesund bleiben und dann kann nichts schief
gehen.
Alles Liebe,
Eure Anni